Bewerberauswahl

Auswahl geeigneter Bewerber

Entlang der VVKitaPersV können die Begrifflichkeiten der persönlichen, gesundheitlichen und fachlichen Eignung sowie die fachliche Eignung anderer Kräfte für die Eignungseinschätzung fassbar gemacht werden. Jede Person, die in der Kindertagesstätte arbeitet, ob vollständig oder anteilig als Fachkraft angerechnet, ob ehrenamtlich oder als Praktikant_in muss persönlich und gesundheitlich geeignet sowie fachlich vorbereitet sein.

Dabei umfasst die persönliche Eignung eine Dialogfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Feinfühligkeit und Belastbarkeit. Diese ist z.B. feststellbar durch die Beobachtung des Verhaltens gegenüber Kindern, Kollegen, Eltern, der gezeigten Eigeninitiative, dem Interesse an der Tätigkeit, den Ausdrucksfähigkeiten der Person, dem Durchhaltevermögen in Stresssituationen etc. Die Einschätzung der persönlichen Eignung erfolgt somit anhand von Bewerbungsunterlagen, Gesprächen und den Beobachtungen in der Praxis entlang der obigen Kategorien. Im Fokus dieser Einschätzung steht immer die Beziehungsgestaltung zu den Kindern.

Die gesundheitliche Eignung wird durch eine entsprechende Bescheinigung des zuständigen Gesundheitsamtes belegt. Sie bezieht sich auf die notwendigen körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen für die Wahrnehmung pädagogischer Aufgaben. Keine ansteckenden Krankheiten zu haben (jedenfalls soweit bekannt) ist natürlich Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Kita; ist aber hier nicht gemeint. Vorübergehende Erkrankungen oder Infektionen stellen die generelle gesundheitliche Eignung nicht in Frage.

Die fachliche Eignung umfasst sowohl praktische Kompetenzen als auch deren theoretische und konzeptionelle Fundierung. Dazu zählen z.B. die Fähigkeit zur Reflexion, Vorbildung, Fortbildungen und praktische Erfahrungen. Von Erziehungsprofis wird erwartet, dass auch ihr spontanes Verhalten begründet und begründbar ist.

Zur fachlichen Vorbereitung zählt u.a. das Wissen um Dienstpflichten, Erste-Hilfe, Kindeswohl und den Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsauftrag. Dabei muss die Person „in ihrem Handeln genügend sicher und reflektiert“ sein, damit das Wohl der betreuten Kinder gewährleistet ist. Durch eine entsprechende Vorbildung z.B. durch die Auseinandersetzung mit den „Grundsätzen der elementaren Bildung“, dem eigenen Bild vom Kind und eine i.d.R. 4-wöchige angeleitete Praxistätigkeit können diese Voraussetzungen erlangt werden.

Zur Eignungseinschätzung und gleichzeitigen fachlichen Vorbereitung ist es für sowohl für den Kita-Träger als auch für die interessierte Seiteneinsteiger_in empfehlenswert, einen Vorvertrag über 4 Wochen abzuschließen. Dabei sollte festgelegt werden, wozu diese 4-wöchige angeleitete Praxistätigkeit dient, so dass am Ende dieser begleiteten Praxistätigkeit auch eine begründete Absage bei nicht geeigneten Personen möglich ist. Eine Entscheidung über die persönliche Eignung sollte nach Möglichkeit gemeinsam innerhalb des pädagogischen Teams getroffen werden.