Antragstellung

Für die Anrechnung von Kräften gemäß § 10 (1-4) KitaPersV im Rahmen des notwendigen pädagogischen Personals ist gemäß § 10 (5) KitaPersV vom Kita-Träger ein entsprechender begründeter Antrag beim Landesjugendamt Brandenburg zu stellen. Darin ist die vorhandene Eignung einer Kraft gemäß § 10 (1-4) KitaPersV durch eine nachvollziehbare Darstellung der Vorbildung, der angeleiteten, begleiteten Praxistätigkeit und/oder der abgeleisteten oder abzuleistenden Fortbildungen zu belegen. Dieser Antrag ist rechtzeitig, d.h. mindestens vier Wochen vor Beginn des Einsatzes zu stellen. Eine rückwirkende Tätigkeitserlaubnis erfolgt in der Regel nicht. (siehe Merkblatt zum Personaleinsatz in Kindertagesstätten gemäß § 10 KitaPersV)

Für einen Antrag gemäß § 10 (1) KitaPersV ist vom Träger darzulegen, dass bei der entsprechenden Kraft bereits eine gleichartige und gleichwertige Qualifikation zum Zeitpunkt der Antragsstellung vorhanden ist. Dies ist durch entsprechende Belege nachzuweisen z.B. Zeugnis des vorhandenen Berufsabschlusses, tabellarische Darstellung des beruflichen Werdegangs, Fortbildungsbescheinigungen, dokumentierte Praxisanleitung und Supervision etc. (siehe Merkblatt zum Personaleinsatz in Kindertagesstätten gemäß § 10 (1) KitaPersV sowie Anerkennung als gleichartige und gleichwertige Kraft gemäß § 10 Abs.1)

Für einen Antrag gemäß § 10 (2) KitaPersV ist vom Träger zu belegen, dass die betreffende Kraft über eine tätigkeitsbegleitende Qualifizierung einen Abschluss erreichen wird, der gemäß § 9 (1) KitaPersV entweder über eine dreijährige tätigkeitsbegleitende Qualifizierung zur Erlangung der staatlichen Anerkennung an einer Fachschule oder über eine zweijährige tätigkeitsbegleitende Qualifizierung „Profis für die Praxis“ entspricht. Dazu sind Aussagen zur Zeitplanung und zum angestrebten Abschluss am Ende der Qualifizierung zu treffen sowie die Bestätigung des Qualifizierungsträgers zu belegen. (siehe Anrechnung gemäß § 10 Abs.2)

Für einen Antrag gemäß § 10 (3) KitaPersV ist eine zwischen der betreffenden Person und dem Träger abgestimmte individuelle Bildungsplanung vorzulegen. In Abhängigkeit von dem Ausmaß der Differenz zwischen vorhandenen Kompetenzen und den für das Einsatzgebiet erwarteten Kompetenzen ist bei der konkreten Antragsstellung eine Darstellung der Stundenkontingente für geplante Fortbildungen, Praxisanleitung (z.B. Teilnahme an Entwicklungsgesprächen, Anleitung eines Elternabends etc.), Teamfortbildungen, regelmäßige Reflexionsgespräche, Beobachtungszeiten sowie der geplanten Dauer der jeweiligen Qualifizierung notwendig. (Merkblatt zum Personaleinsatz in Kindertagesstätten gemäß § 10 (3) KitaPersV sowie Anrechnung gemäß § 10 Abs.3)

Für einen Antrag gemäß § 10 (4) KitaPersV ist vom Träger darzulegen, wie die entsprechende Kraft zur Ergänzung und Erweiterung des fachlichen Profils in der Einrichtung eingesetzt werden soll. Dabei ist sowohl eine Darstellung der konzeptionellen als auch der arbeitsorganisatorischen Einbindung notwendig. (siehe Merkblatt zum Personaleinsatz in Kindertagesstätten gemäß § 10 (4) KitaPersV sowie Anrechnung gemäß § 10 Abs.4)